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CHRISTINA UND MARCEL MEURER - EXISTENZGRÜNDER

ERÖFFNUNG EINER PRIVATEN STATIONÄREN INTENSIVWOHNGRUPPE
„Wir haben das Ehepaar Meurer begleitet, weil uns das Konzept und das hohe persönliche Engagement der Eheleute Meurer überzeugt haben.“

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Christina und Marcel Meurer - Lucy & Strolch

BÜRGSCHAFTSBANK ERMÖGLICHTE DIE ERÖFFNUNG EINER PRIVATEN STATIONÄREN INTENSIVWOHNGRUPPE

Bei Christina und Marcel Meurer (links schläft Lucy) sollen Kinder ein normales Leben führen.
www.lucy-strolch.de

Hier leben Kinder wie in einer normalen Familie

Wer selbst in einer intakten Familie aufgewachsen ist, begleitet von der fürsorglichen Liebe seiner Eltern, wer eine unbeschwerte, sorgen- und angstfreie Kindheit erleben durfte, der kann sich kaum vorstellen, dass es Kinder gibt, die dies nicht kennen.

Sie sind gerade mal sechs, acht oder zehn Jahre alt, konfrontiert mit Gewalt, Gleichgültigkeit und Geringschätzung oder einem durch Streit oder Sucht zerstörten familiären Umfeld. Wenn das Jugendamt die Unterbringung solcher Kinder in einer stationären Wohngruppe befürwortet, haben sich meistens alle vorherigen familientherapeutischen Maßnahmen mit dem Ziel, dem Jungen oder Mädchen ein normales, kindgerechtes oder entwicklungsförderndes Umfeld zu bieten, als untauglich erwiesen. Die Unterbringung in einem Kinderheim ist für das Jugendamt die Ultima Ratio und geschieht ausschließlich zum Wohl des Kindes.

Christina und Marcel Meurer, 32 und 33 Jahre alt, haben selbst drei Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren. Sie sind beide staatlich anerkannte Erzieher und haben jeweils zehn Jahre in Jugendeinrichtungen und Kinderheimen gearbeitet, dabei aber mitunter die Erfahrung gemacht, „dass die Umsetzung pädagogischer Konzepte hinter Rentabilitätsüberlegungen zurücktritt“. Deshalb beschloss das Ehepaar, eine familienatmosphärische Intensivwohngruppe in privater Trägerschaft zu eröffnen.

Eine ehemalige Pension in Wassenberg im Kreis Heinsberg bot für ihr Vorhaben gute, aber keineswegs unproblematische Voraussetzungen. Denn das Gebäude war nach jahrelangem Leerstand renovierungsbedürftig und musste größtenteils auch umgebaut werden, um zahlreichen behördlichen Auflagen gerecht zu werden. Nach nur fünfeinhalb Monaten und in mitunter nächtelanger Eigenarbeit war der Kraftakt geschafft: Die Meurers hatten ihren „großen Traum“ verwirklicht.

Nach Umbau und Renovierung ist die ehemalige Pension in Wassenberg heute eine Intensivwohngruppe. Bild: Udo Kempers

„Wir wollten eine eigene Intensivwohngruppe in privater Trägerschaft aufbauen“, erzählt Marcel Meurer. In der Wohngruppe „Lucy und Strolch“ haben er und seine Frau zudem ein eigenes Konzept aus Licht, Farbe und Musik umgesetzt. Grünbraune Töne herrschen im Wohnzimmer vor, dezentes Gelb prägt die anderen Räume. In den Bädern sorgen LEDs für ein Lichterspiel, auch Musikeinspielungen sind dort möglich.

Alles in allem hat das Ehepaar Meurer eine sechsstellige Summe und beträchtliche Eigenmittel in die Verwirklichung seines Traums investiert. Ihre Hausbank erstellte eine intelligent strukturierte Finanzierung und nahm zur Besicherung eines Gründungskredits der NRW.BANK und einer eigenen hohen Kontokorrentlinie die Bürgschaftsbank ins Boot. Für diese war das private Kinderheim der erste Förderfall dieser Art. „Man hat unser Konzept genau hinterfragt, ist aber offen daran gegangen“, sagt Marcel Meurer.

Zukünftig werden bis zu sieben Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren bei „Lucy und Strolch“ für mindestens ein Jahr ein neues Zuhause finden, ein Junge ist vor kurzem als Erster eingezogen. „Wir wollen wieder Normalität in das Leben dieser Kinder bringen“, sagt Christina Meurer, die als zertifizierte psychologische Beraterin und Heilpraktikerin der Psychotherapie ihren Schützlingen in den folgenden Jahren auch therapeutische Unterstützung bieten kann.

 

Langer Weg zur Normalität

Viele Jungen und Mädchen kommen aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Sie sind notorische Schulverweigerer, verhalten sich aggressiv anderen Kindern gegenüber, sind traumatisiert durch die Trennung ihrer Eltern oder mussten in ihren Familien Drogensucht und Alkoholmissbrauch erleben. Einen „normalen“ Alltag jedenfalls kennen die wenigsten Kinder, in Meurers stationärer Wohngruppe „Lucy und Strolch“ sollen sie ihn wiederfinden. Es ist ein langer Weg, der viel Zeit und Geduld erfordert - auf beiden Seiten.

Im Esszimmer wird stets gemeinsam gegessen.

Wann die Kinder, um die sich sechs Mitarbeiter rund um die Uhr kümmern, in ihre Familien zurückkehren können, ist ungewiss. Es ist „durchaus möglich, dass ein Kind bis zum Erreichen der Volljährigkeit bei uns bleibt“, sagt Einrichtungsleiter Marcel Meurer.

Gründerwoche 2014

Wir haben das Ehepaar Meurer begleitet, weil uns das Konzept und das hohe persönliche Engagement der Eheleute Meurer überzeugt haben.

Manfred Lamers

Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen

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