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SASCHA RAUIN UND ARND WIGGER - EXISTENZGRÜNDER

SASCHA RAUIN UND ARND WIGGER ÜBERNAHMEN DIE WILLI KIMMEL GMBH
„Ihre Ausbildung und ihr Werdegang im Unternehmen haben die Herren Rauin und Wigger für die Nachfolge prädestiniert.“

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SASCHA RAUIN UND ARND WIGGER - WILLI KIMMEL GMBH

SASCHA RAUIN UND ARND WIGGER ÜBERNAHMEN DIE WILLI KIMMEL GMBH

Sascha Rauin und Arnd Wigger (rechts) treten die Nachfolge von Dieter Kimmel (links) an.
http://www.modellbau-kimmel.de/

Modellbau für Zulieferer der Automobilindustrie

Ein Autotank ist ein sehr komplexes Gebilde. Zwar befindet sich der Einfüllstutzen stets an der hinteren Seite eines Fahrzeugs, doch der Kunststofftank erstreckt sich entlang der Fahrzeugunterseite und wird vom Bodenblech umschlossen. Die Autokonstrukteure verschwenden keinen Millimeter Platz, weshalb der Tank absolut passgenau gefertigt werden muss. In die Serienfertigung geht der Tank beim Zulieferer aber erst dann, wenn der Prototyp unter Beweis gestellt hat, dass alle Abmessungen innerhalb geringer Toleranzwerte eingehalten werden. Die Maßhaltigkeit des Kraftstofftanks wird mit Hilfe einer Prüflehre kontrolliert - an bis zu 100 Messpunkten. Solche hochpräzisen Prüflehren für Teilezulieferer der Automobilindustrie plant und konstruiert die Kimmel GmbH im rheinisch-bergischen Kürten.

Sascha Rauin und Arnd Wigger, beide seit mehr als zehn Jahren als Modellbaumeister im Unternehmen tätig, haben die 1962 gegründete Kimmel GmbH im Zuge einer Altersnachfolge übernommen. Für mehr als die Hälfte des deutlich sechsstelligen Kaufpreises ging die Bürgschaftsbank nach einem „lockeren Gespräch, aber sehr detaillierten Fragen“ ins Obligo. „Die Bürgschaftsbank stand unserem Vorhaben von Anfang an aufgeschlossen gegenüber“, sagt Arnd Wigger. „Ohne diese Unterstützung wäre die Finanzierung sicher nicht zustande gekommen.“

Prüflehre für die Serienfertigung eines Autotanks mit insgesamt 77 Messpunkten und das maßstabgetreue Modell einer hinteren Autotür

Neben Prüflehren, die aus Holz, Kunststoff oder - für die Serienfertigung eines Bauteils - aus Aluminium hergestellt werden, fertigt Kimmel in zwei insgesamt 1.200 Quadratmeter großen Betriebsgebäuden auch Formen und Modelle sowie Prototypen aus Glasfaser verstärktem Kunststoff. Modelle sind unverzichtbar für die Hersteller von Auto-Innenraumkomponenten.

Ob sich eine stoffbespannte Rücksitzbank später nahtlos in den hinteren Fahrgastraum einfügt, kann nur mit einem Modell überprüft werden, dass den Karosserieabmessungen exakt entspricht. Mitunter stecken mehrere hundert Stunden Arbeit in einer solchen „Sitzkiste“. Ein Aufwand, der seinen Preis hat: rund 30.000 Euro. Dafür bleibt der Sitzhersteller bei der späteren Serienfertigung des Fahrzeugs von unangenehmen Überraschungen verschont. Die Kosten für die Aluminium-Prüflehre eines Serientanks bewegen sich in ähnlicher Größenordnung.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Kimmel GmbH mit 20 Mitarbeitern einen Umsatz von rund zwei Millionen Euro. Arnd Wigger (38) arbeitet seit 2002 als Modellbauermeister für das Unternehmen, Sascha Rauin (30) hat dort seine Ausbildung zum Modellbauer absolviert und 2006 seine Meisterprüfung abgelegt – als jüngster Modellbauermeister Deutschlands. Noch-Firmenchef Dieter Kimmel dürfte sein Unternehmen ab Januar kommenden Jahres, wenn die Übergabe offiziell erfolgt, in besten Händen wissen. Schließlich sind seine Nachfolger bei ihm auch unternehmerisch in die „Schule“ gegangen.

Mit diesem Modell eines hinteren Fahrzeug-Innenraums wird geprüft, ob die Rücksitze später passgenau montiert werden können.

Gründerwoche 2015

„Ihre Ausbildung und ihr Werdegang im Unternehmen haben die Herren Rauin und Wigger für die Nachfolge prädestiniert.“

Eckhard Kubitz

Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen

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