INFO-LINE: 02131 5107-200

CURD CLAUWAERT - EXISTENZGRÜNDER

CURD CLAUWAERT TRANSPORTIERT FLÜSSIGGÜTER MIT EINEM DOPPELHÜLLENTANKSCHIFF

"Wir haben die C-Trans GmbH gefördert, weil uns Herr Clauwaert durch seine langjährige Berufserfahrung und mit einem bewährten Konzept überzeugt hat."

  • Drucken
  • Weiterempfehlen

CURD CLAUWAERT - DOPPELHÜLLENTANKSCHIFF

CURD CLAUWAERT TRANSPORTIERT FLÜSSIGGÜTER MIT EINEM DOPPELHÜLLENTANKSCHIFF

Curd Clauwaert im Steuerstand seines 85 Meter langen Doppelhüllentankschiffs
www.c-trans.eu

Der Belgier ist Partikulier in dritter Generation

Rund 220 Kilometer liegen zwischen Rotterdam und Neuss, mit dem Auto in zweieinhalb Stunden gut zu schaffen. Ganz anders sieht es aus, wenn man die Distanz mit einem Tankschiff auf dem Rhein zurücklegt: Dann dauert die Fahrt stromaufwärts rund 26 Stunden.

In nicht fließendem Wasser schafft das Doppelhüllentankschiff von Curd Clauwaert 21 Kilometer pro Stunde - eine eher theoretische Geschwindigkeit. Denn auf Flüssen herrscht Strömung, auf dem Rhein etwa beträgt sie zwischen fünf und neun Stundenkilometer und macht ein Transportschiff stromabwärts schneller und stromaufwärts entsprechend langsamer.

Dass Gelassenheit eine Tugend für jeden Kapitän eines Binnentransportschiffes ist, weiß Clauwaert. Der Belgier, der seit 2009 in Deutschland lebt, ist Partikulier in dritter Generation. Der Begriff beschreibt einen selbstständigen Schiffseigentümer, der auch selbst fährt. Im Juli vergangenen Jahres hat Curd Clauwaert über seine C-Trans Schifffahrt GmbH für fast 2,9 Millionen Euro ein Doppelhüllentankschiff gekauft, wobei die Bürgschaftsbank für ein deutlich sechsstelliges Darlehen ins Obligo ging. „Ohne Bürgschaft”, räumt der 45-Jährige ein, „wäre die Finanzierung nicht zustande gekommen.”

Zwei Mann Besatzung hat das Tankschiff „Ganda”. Es ist 85 Meter lang, fast zehn Meter breit und kann bis zu 1,9 Millionen Liter Flüssigkeiten in seinen fünf Tanks aufnehmen. Geladen wird, was die Spedition (der „Befrachter”) von A nach B transportieren möchte. Mal ist es Diesel oder Kerosin, mal Mineralöl oder leichte Chemikalien. Solche brennbaren oder gefährlichen Flüssiggüter dürfen ab Ende 2018 nur noch mit Doppelhüllentankschiffen befördert werden.

Im Neusser Hafen löschte die „Ganda”, von Rotterdam kommend, rund 1,8 Millionen Liter Dieselkraftstoff. Entladen wird das Tankschiff mit Hilfe zweier leistungsfähiger Pumpen in etwa acht Stunden.

Deren Tanks haben keine Verbindung zur äußeren Schiffshülle, können bei einer möglichen Kollision also nicht beschädigt werden und auslaufen. Mit dem Kauf der „Ganda” hat Clauwaert den absehbar höheren Sicherheitsanforderungen frühzeitig Rechnung getragen. Aufs Jahr gesehen legt sein Tankschiff 2.300 Flusskilometer im Monat zurück und verbraucht pro Stunde 170 Liter Dieselkraftstoff.

7.500 km Bundeswasserstraßen
Nach Angaben des Bundesverbands der deutschen Binnenschifffahrt waren 2015 rund 360 Tankmotorschiffe auf deutschen Wasserstraßen unterwegs und erwirtschafteten zusammen einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro. Das Netz deutscher Bundeswasserstraßen erstreckt sich über insgesamt fast 7.500 Kilometer, und auf fast allen werden für gewerbliche Binnenschiffe nach einer komplizierten Berechnung „Schifffahrtsabgaben” fällig. Abgabenfrei sind aufgrund internationaler Verträge lediglich die Donau und der Rhein. Der freie Schiffsverkehr auf dem größten deutschen Strom geht auf die „Mannheimer Akte” zurück. Sie wurde am 17. Oktober 1868 von Baden, Bayern, Frankreich, Hessen, den Niederlanden und Preußen unterzeichnet und ist in ihren Grundsätzen bis heute gültig. 1963 bestätigte ein Abkommen die Grundsätze der „Mannheimer Akte“ (in Kraft getreten 1967) und die Schweiz wurde ebenfalls Signatarstaat.

Die Computergrafik zeigt die Lage der Tanks im Schiffsrumpf von der Seite und von oben (untere Grafik). Sie haben keine Verbindung zur äußeren Schiffshülle. Komfort unter Deck: Die Küche ist mit Induktionsherd und Geschirrspüler ausgestattet, das angrenzende „Wohnzimmer” hat zwei Ledercouches und einen Flachbildfernsehapparat. Jedes Besatzungsmitglied hat einen eigenen Schlafraum mit separatem Badezimmer.

Gründerwoche 2017

„Wir haben die C-Trans GmbH gefördert, weil uns Herr Clauwaert durch seine langjährige Berufserfahrung und mit einem bewährten Konzept überzeugt hat.”

Ingo Otten

Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen

GRÜNDERINFORMATION DOWNLOADEN

"Curd Clauwaert - Doppelhüllentankschiff"

Service
Auf dem laufenden bleiben

Der Weg Ihres Antrags