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MARO BECKERT - EXISTENZGRÜNDER

MARO BECKERT ÜBERNAHM EINE TRADITIONSREICHE HERRENMASSSCHNEIDEREI IN GÜTERSLOH

"Wir haben Herrn Beckert gefördert, weil ihn die fachliche Qualifikation und der berufliche Werdegang als geeigneten Unternehmensnachfolger prädestinierten."

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Maro Beckert - Massschneidermeister

MARO BECKERT ÜBERNAHM EINE TRADITIONSREICHE HERRENMASSSCHNEIDEREI IN GÜTERSLOH

Maßschneidermeister Maro Beckert in der Näherei seines Unternehmens
www.kleegraefe-strothmann.de

Der einstige Auszubildende ist heute der Chef

Hätte die Herrenmaßschneiderei Kleegräfe & Strothmann ihren Sitz in London, dann läge das Geschäft wahrscheinlich in der berühmten Savile Row. In dieser Einkaufsstraße in Mayfair reiht sich ein Maßschneideratelier an das nächste; die Straße wurde um 1730 gebaut und gilt als „Goldene Meile des Schneiderns”.

Typisch für die Maßschneider der Savile Row ist, dass sie nach Bespoke-Art maßnehmen: Jedes Kleidungsstück wird individuell und einzeln mit dem Kunden besprochen. Genauso wird auch bei Kleegräfe & Strothmann im Gütersloher Stadtteil Isselhorst gearbeitet. Der Herrenmaßschneider gehört zu den besten in Deutschland, seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet; im Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks wurde er erster Bundessieger. Den traditionsreichen Meisterbetrieb, in dem das Schneiderhandwerk seit sechs Generationen ausgeübt wird, hat zum 1. April dieses Jahres Maßschneidermeister Maro Beckert für eine sechsstellige Summe übernommen. Finanziert wurde die Unternehmensnachfolge von der Volksbank Bielefeld-Gütersloh, wobei die Bürgschaftsbank 80 Prozent des Ausfallrisikos für ein sechsstelliges KfW-Darlehen übernahm. „Ohne Bürgschaft”, räumt Beckert ein, „hätte ich die Übernahme finanziell wohl nicht stemmen können.”

Damit schließt sich für den 34-Jährigen ein Kreis: Vor 13 Jahren begann er seine Ausbildung zum Maßschneider bei Kleegräfe & Strothmann, arbeitete dort als Geselle, bevor er bei der Handwerkskammer Düsseldorf die Meisterschule für Maßschneider absolvierte und sich bei der Handwerkskammer Münster zum Betriebswirt des Handwerks weiterbildete. Dreieinhalb Jahre leitet er die Essener Filiale eines Düsseldorfer Maßkonfektionärs.

Nadel, Schere und Maßband sind die wichtigsten Arbeitsutensilien eines Maßschneiders. In seinem Geschäft bietet Maro Beckert auch hochwertige Bekleidung, Schuhe und Krawatten erlesener Manufakturen an.

Im Herbst 2014 übernahm Beckert die stellvertretende Leitung der Kleegräfe & Strothmann GmbH & Co. KG. Inzwischen ist der einstige Auszubildende, der mit gerade mal 28 Jahren in den Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Düsseldorf berufen wurde, geschäftsführender Gesellschafter des Gütersloher Unternehmens.

Kleidung nach Maß hat ihren Preis, der vor allem von der Qualität des verarbeiteten Tuchs bestimmt wird. Ein Meter Stoff kann 70, aber auch 1.200 Euro kosten. 40 bis 50 Arbeitsstunden stecken in einem maßgefertigten Sakko (ab 2.400 Euro) und bis zu 60 Stunden in einem Maßanzug (ab 3.000 Euro).

Vikunjawolle ist purer Luxus
Der edelste Zwirn der Welt wird aus der Wolle von Vikunjas hergestellt. Die zur Familie der Kamele gehörenden, aber höckerlosen Tiere leben auf 5.000 Meter Höhe in den Anden. In einem aufwendigen Scherprozess wird das feine Unterhaar vom Deckhaar der wild lebenden Tiere getrennt - pro Vikunja gerade mal 150 Gramm Wolle. Kein Stoff ist feiner, weicher, seltener oder angenehmer auf der Haut als Vikunjawolle. Und entsprechend teuer: Socken kosten rund 500 Euro, ein Schal 1.500 Euro. Ein Pullover ist kaum unter 3.500 Euro zu haben, für einen Mantel werden mindestens 15.000 Euro fällig.

Im Gegensatz zu den Herrenmaßschneidern in der Savile Row, die schwere Tuche und Tweed bevorzugen, wird bei Kleegräfe & Strothman „eher italienisch gearbeitet” mit weichen, fließenden Stoffen, die Maro Beckert von Webereien aus dem nordenglischen Huddersfield oder dem norditalienischen Biella bezieht. Zu seinen Kunden gehören vorwiegend Geschäftsleute oder Manager, die für ostwestfälische Großkonzerne und erfolgreiche Mittelständler tätig sind. Regelmäßig kommen auch ein Geschäftsmann aus Sibirien und ein US-Manager zu Anprobeterminen in den Gütersloher Vorort. Maßgeschneidertes muss man sich auch leisten können, und so liegt das Durchschnittsalter von Beckerts Klientel aktuell bei 55 Jahren. „Das möchte ich gerne auf 50 Jahre drehen.”

Gründerwoche 2017

„Wir haben Herrn Beckert gefördert, weil ihn die fachliche Qualifikation und der berufliche Werdegang als geeigneten Unternehmensnachfolger prädestinierten."

Tim Deden

Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen

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