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TIM HILGER, MARC WANNENMACHER & DOMENIK HAAS

DREI PARTNER ÜBERNAHMEN 39,9 PROZENT DER VIERBAUM ORTHOPÄDIETECHNIK GMBH & CO. KG

„Wir haben die Herren Hilger, Haas und Wannenmacher gefördert, weil sie sich fachlich optimal ergänzen und mit einem gut durchdachten Gesamtkonzept überzeugten."

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Vierbaum - Orthopädietechnik

DREI PARTNER ÜBERNAHMEN 39,9 PROZENT DER VIERBAUM ORTHOPÄDIETECHNIK GMBH & CO. KG

Von links: die Geschäftsführer Tim Hilger, Marc Wannenmacher und Domenik Haas.
www.vierbaum.com

Eine Symbiose aus Handwerk und Hightech

Seit 2016 ziehen sie bei der Vierbaum Orthopädie GmbH & Co. KG an einem Strang: Tim Hilger (34) als Bereichsleiter für den Sanitätsfachhandel, Marc Wannenmacher (27) als Bereichsleiter für Orthopädietechnik und Domenik Haas (36) als Bereichsleiter für Orthopädieschuhtechnik. Anfang August dieses Jahres hat jeder von ihnen im Zuge einer Altersnachfolge jeweils 13,3 Prozent der Gesellschaftsanteile des bereits 1889 gegründeten Unternehmens, dessen Zentrale seit 2001 ihren Sitz im oberbergischen Wiehl hat, übernommen. Nicht zuletzt dank der Unterstützung durch die Bürgschaftsbank, die für die jeweils sechsstelligen Kredite ins Obligo ging. „Ohne Bürgschaft wäre die Übernahme der Gesellschaftsanteile schwierig geworden”, sagt Tim Hilger.

Unter den Gesundheitsberufen nehmen Orthopädie-Schuhmacher, -mechaniker und –techniker eine besondere Rolle ein. Durch ihre handwerkliche Arbeit ermöglichen sie ihren Kunden, wieder die ersehnte Bewegungsfreiheit zu erlangen, die aufgrund von Amputationen, Behinderungen, Erkrankungen oder Verletzungen eingeschränkt war. Gleichzeitig verwenden sie moderne Geräte, Maschinen und Werkstoffe, um Prothesen, Orthesen oder Einlagen noch leistungsfähiger zu gestalten. Moderne Orthopädie ist eine Symbiose aus Handwerk und Hightech.

So können mit Hilfe der Pedografie bestimmte Druckverteilungen in den Fußsohlen, die auf Beschwerden im Bewegungsapparat hindeuten, auf einem Computerbildschirm sichtbar gemacht werden. Mit einem Backmapper wird der Rücken eines Patienten berührungslos vermessen. Auf dem Bildschirm können anschließend anhand von Referenzwerten Asymmetrien des Rumpfes, Fehlhaltung oder Fehlstellungen sofort erkannt werden.

Bearbeitung von Gipsmodellen für Prothesen (links), eine Fußvermessung mittels Pedografie und ein Leisten, der von einem 3D-Drucker modelliert wird.

Das Messprotokoll mit Tabellen und Diagrammen nutzt der behandelnde Arzt, um den Therapieverlauf festzulegen.

Mit dem CAD/CNC-Maßeinlagen-System können Füße exakt vermessen werden. Mit Hilfe der Messdaten werden die orthopädischen Einlagen am Computer konstruiert und mit einer CNC-gesteuerten Maschine auf den Zehntelmillimeter genau gefräst.

Orthopädische Maßschuhe schließlich können ihre Wirkung nur dann komplett entfalten, wenn der Leisten eine genaue Kopie des Fußes ist. Bei Vierbaum Orthopädie wird dafür ein rechnergesteuertes System eingesetzt: Der Fuß wird dreidimensional vermessen, der Leisten am Computer gestaltet und dann als akkurate Kopie der Fußform gefräst. Auf den Leisten wird dann - komplett in Handarbeit - der orthopädische Maßschuh montiert. Er kann bis zu 2.000 Euro kosten.

Rund 60 Mitarbeiter beschäftigt Vierbaum Orthopädie in der im vergangenen Jahr vergrößerten Zentrale in Wiehl-Bomig sowie in den Filialen in Siegen, Köln, Troisdorf, Bonn und Hennef. Für dieses Jahr rechnen die Geschäftsführer Hilger, Haas und Wannenmacher mit einem Umsatz von rund 4,5 Millionen Euro. Für die Zukunft haben die Orthopädie-Spezialisten einen klaren Plan: „Wir wollen weiter wachsen und neue Produkte entwickeln.”

Am Standort Wiehl befindet sich die zentrale orthopädische Werkstatt. Ein orthopädischer Maßschuh kann auch mit gefälliger Optik überzeugen.

Gründerwoche 2018

„Wir haben die Herren Hilger, Haas und Wannenmacher gefördert, weil sie sich fachlich optimal ergänzen und mit einem gut durchdachten Gesamtkonzept überzeugten.”

Daniela Hirtz

Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen

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